Freitag, 31. Dezember 2010

11 Stunden, die 22 Minuten definitiv rechtfertigen!



Happy New Year alle miteinander!!!

Mit zehnstündigem Vorsprung zu den meisten (oder allen?!?) von euch, bin ich ins Jahr 2011 gestartet! Ich hoffe, eure Vorsätze halten wenigstens ein paar Wochen und dass natürlich alles in Erfüllung geht, was ihr euch auch sonst so gewünscht habt.

Ich kann nun also einen Haken hinter „Silvester in Sydney“ machen :-D Mit mir können das wohl noch 1 Million andere Menschen an diesem Tag. Ich befand mich zum Jahreswechsel am berühmten Mrs. Macquaries Point, von welchem man eigentlich Oper UND Harbour Bridge sehen kann. Mir blieb der Blick auf die Oper leider verwehrt, da an diesem Punkt noch 25.000 andere Leute gefeiert haben und die besten Plätze natürlich nur gegen horrende Bezahlung zugänglich waren. Trotzdem war es super. Auch wenn ich mich bereits 13Uhr auf den Weg machen musste (sonst hätte es evtl. zu spät sein können) und ich somit sagenhafte 11 Stunden gewartet habe, hat es sich gelohnt. Zum einen, das ganze Spektakel an sich: Überall Menschen – wie auf nem Festival. Hier gab’s nur keine Musik, sondern Rums, Knall und Feuerwerk. Man konnte kein grünes Fleckchen Rasen mehr entdecken – und ich war im Botanischen Garten!!! :-D
Auf dem Wasser ging es da ähnlich zu. Die ersten Boote waren bereits am Vorabend eingekehrt und jetzt hat es sich erst so richtig gefüllt. Nachdem ich ein Plätzchen (nein, kein Weihnachtsgebäck) gefunden hatte, hieß es – richtig - WARTEN!!!!! (Und ja nicht, den erkämpften Platz aufgeben)

21Uhr stand dann zunächst das zehnminütige Familienfeuerwerk an, bevor es zum Jahreswechsel erst so richtig los ging. Ich habe noch versucht, einen halbwegs guten Platz zu ergattern und dann kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Zeitweise konnte ich 4 Feuerwerke gleichzeitig bestaunen!!! Da kann man zu Recht sagen, dass Sydney die „Silvester-Welthauptstadt“ ist. Umso komischer, dass nach dem 12minütigen Spektakel (ja, viiiieeeeel zu kurz) auf einmal alle Leute nach Hause gestürmt sind! Ich hab mich auch auf den Heimweg gemacht, da sich Rücken und Beine schon aufs Bett gefreut haben :-D
Alles in allem kann ich sagen, dass dieser Jahreswechsel schon etwas anderes war. Auch wenn ich ihn komplett ohne Freunde, Familie und Bekannte verbracht habe, war es ein Erlebnis und nun weiß ich: Weihnachten muss es für mich kalt und weiß sein, aber Silvester feiere ich gerne nochmal in Tshirt, Shorts und FlipFlops :-D

Das war’s auch schon mit meinem kurzen Silvester-Special. Staunt über die Bilder und bis bald!

Cya
Martin

P.S. An alle, die dachten, ich wäre mittlerweile zum Alkoholiker geworden: Mein Silvestertag bestand aus 2l Wasser, Thaifood und 1 heißen Schokolade!! Das ist doch schon mal ein guter Start in 2011 :-D

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ein regenbedingter Zwischenhalt, anderes Weihnachten und 3,5 Wochen, die viel zu schnell vorbei sind!!


Kia ora!!

Irgendwann muss ich euch ja mal auf Neuseeländisch begrüßen, dachte ich mir mal (auch wenn ich inzwischen wieder in Sydney bin) :-D

Vorab noch eine kurze Anmerkung: Ich beende den Eintrag gerade in Christchurch auf dem Flughafen, was bedeutet, dass ich in diesem Prachtexemplar der weltweit zugänglichen Lesekunst acht vollgepackte Tage beschreiben werde. Deswegen jetzt schon mal Entschuldigung, für den wohl längsten aller meiner Enträge :-D

Ich beginne diesen Eintrag gerade am 24.12.2010 in Dunedin auf dem Campingplatz. Es ist 22:34Uhr, wir haben bereits „Weihnachten bei Hoppenstedts“ geguckt und ein paar Weihnachtslieder dudeln gerade. Das „richtige Feiern“, wenn man es so nennen kann kommt aber morgen. Jetzt aber erst mal der Reihe nach.
In der Nacht zu Dienstag (22.12.10) hat es mal wieder geregnet! Naja, irgendwie konnte man sich das ja schon denken, oder!?!? Wir irgendwie nicht und so haben wir die Wäsche draußen gelassen. Lars hat sich dann aber morgens um 2 Uhr todesmutig ins Unwetter gestürzt und die Wäsche hereingeholt. Queenstown haben wir am Morgen dann doch noch bei Sonnenschein in Richtung Te Anua und Milford Sound verlassen. Das soll ja landschaftlich eine der besten Regionen des Landes sein. Und das wollten wir natürlich überprüfen. Dass es dort 90% des Jahres regnet können wir inzwischen bestätigen. Es war so viel Regen, dass die einzige Straße, die dort hinführt, wegen Erdrutschgefahr geschlossen wurde. Mit der Hoffnung, am nächsten Tag doch noch die atemberaubende Landschaft sehen zu können, haben wir uns dort in der Nähe zum Übernachten hingestellt. Ach ja, Dienstagmorgen habe ich das nächste Buch zu lesen bekommen und konnte es aufgrund meiner Leselust am selben Nachmittag ausgelesen weiterreichen :-D
Obwohl es mal wieder die halbe Nacht durchgeregnet hat, war das Daumendrücken nicht umsonst: die Straße war offen (obwohl es mal wieder aus Eimern geschüttet hat). Die nächsten 35km gingen dann durch eine Art Tal. Wir waren links und rechts von Bergen umschlossen, die mehrere 100m hoch waren. Und aufgrund des Regens, konnte man unzählige Wasserfälle sehen. Nicht nur ab und zu, sondern die ganze Zeit!!! Aus jedem Berg kam das Wasser aus jeder nur erdenklichen Ritze hervorgeschossen– beeindruckend! Da hat der Regen doch mal was Gutes gehabt. Sonnenschein kann ja jeder haben :-D Aufgrund des Regens haben Jasmin und ich die Fotos während der Fahrt aus dem Camper gemacht. Mein erster Versuch das Fenster aufzumachen und einen Schnappschuss zu schießen kam aber einem Erlebnis mit 10 spuckenden Lamas gleich. Also erlebt hab ich das noch nicht, aber ich stelle es mir ähnlich nass vor :-D
In Milford Sound angekommen, hat der Regen dann tatsächlich mal für 15min aufgehört, was leider nur gerade so für ein paar Bilder gereicht hat. Danach hat’s wieder geschüttet und so haben wir uns gegen eine Bootstour (leider) und für die Rück- bzw. Weiterfahrt entschieden. Bei Riverton hat uns Lars dann noch überredet an einer Sandsteinhöhle zu halten – eine sehr gute Entscheidung. Natürlich war es nicht mit dem Erlebnis in Waitomo zu vergleichen, aber trotzdem cool: Wir sind mit Kopflampe durch eine kleine Höhle geklettert und haben sogar ein paar Glühwürmer gesehen. Unser Nachtquartier zu finden, war dann nicht so leicht, wie erwartet. Meine Vorschläge in der Wildnis am Straßenrand zu halten waren nicht wirklich gut genug, bis dann doch alle zu müde und hungrig waren, um weiter zu suchen. Zum Abendbrot haben wir uns Pellkartoffeln, Rührei und Quark gemacht – ihr könnt sicherlich schon ahnen, wie wahnsinnig gut mir das geschmeckt hat.
Am Donnerstag führte uns die Reise zunächst ins nahegelegene Invercargill, um sowohl Herrn Schorch aufzufüllen, als auch für uns etwas Essbares aufzutreiben. Nach einem kurzen Abstecher im Touristenzentrum (wo wir den Campingplatz über Weihnachten und eine Führung in der Cadbury-Schokoladenfabrik gebucht haben) stand aber relativ schnell fest, dass die Reise weitergeht. Außerdem habe ich noch versucht, mir einen Schlafplatz in Sydney zu organisieren. Bisher hatte ich nur eine Bleibe vom 2.-7.1. aber mein Plan war ja, schon am 29.12.10 hinzufliegen. Aber wie leicht es ist, für Silvester eine Bleibe in Sydney zu finden, brauch ich glaub ich nicht weiter im Detail erklären, oder?! Von Invercargill ging es der Küste entlang Richtung Norden, nächster Halt: Slope Point – der südlichste Festlandspunkt Neuseelands! Jetzt fehlen in meiner Sammlung „bloß“ noch Asien, Südafrika und Feuerland, dann hab ich auf der Südhalbkugel (abgesehen von der Antarktis) alle südlichsten Punkte abgegrast. Schaffen werde ich das hoffentlich noch irgendwann, aber dafür ist ja noch ein wenig Zeit. Danach haben wir in Curio Bay angehalten, wo wir 180 Millionen Jahre alte versteinerte, aber noch als solche erkennbare, Bäume bestaunt haben. Leckerbissen waren ein paar Pinguine und schönes Wetter. Nicht weit entfernt, haben wir an den Niagara Fällen angehalten. Ich sag mal so, ein wenig enttäuschend war es schon :-D Nee Quatsch, im Reiseführer stand schon, dass ein Kiwi die nur aus Spaß so benannt hat und deswegen waren wir ja auch da: Spaß! Aber dass dann gar keine Wasserfälle zu sehen waren, wo schon richtig lustig. Wir haben uns von Einheimischen erklären lassen, dass die Wasserfälle bei Ebbe vielleicht 30cm hoch sind und bei Flut (was gerade war) mal so gar nicht zu sehen sind – STIMMT, sag ich da bloß :-D

Dennoch hat sich dieser Abstecher gelohnt, denn wir bekamen den Geheimtipp der McLean Falls, und die gehören ja zu meinen absoluten Highlights von NZ! Ein Bild davon seht ihr schon im „Erdbebeneintrag“. Einfach atemberaubend schön!! Robert und ich (na gut, er ist nur rein, weil ich schon drin war) sind dann sogar noch baden gegangen. Es war sschweinekalt, aber ein super Erlebnis! Die nächsten, im Reiseführer als super angepriesenen Wasserfälle, waren dann eher eine Enttäuschung, weil sie (trotz des Regens der letzten Tage) einfach zu wenig Wasser führten. Das Wetter an diesem Tag war übrigens super. Was ich noch erwähnen wollte: Es hat richtig Spaß gemacht, den Camper über Schotterpisten zu schicken und es ist auch interessant, zu erleben, wie 3,5 Tonnen bei 25km/h und Seitenwind auf einmal anfangen mit dem Heck zu sliden :-D
Der eigentliche Tagesplan sah es vor, zur Dämmerung beim Nugget Point zu sein, wo wir Robben, Albatrosse, Delphine und Pinguine beobachten wollten. Zeitlich haben wir es nicht ganz geschafft, aber vorbeischauen wollten wir trotzdem. So ergab es sich, dass wir noch ein paar Fotos machen konnten, die Robben wenigstens gehört und direkt auf dem Parkplatz übernachtet haben. Das war von daher gut, dass wir zum Sonnenaufgang raus wollten, um das Naturschauspiel der aufbrechenden Tiere und den Aufgang der Sonne selbst beobachten wollten. Schließlich steht da ein alter Leuchtturm direkt am Meer, der ein gutes Motiv darstellt. Der Sonnenaufgang sollte aber bereits 5:41 sein und da war jeder froh, so dicht wie möglich am Geschehen zu sein. Nach einem kurzen aber netten Gespräch mit zwei Spaniern und Pasta zum Abendbrot ging es dann ins Bett.
Aus dem überfrühen Aufstehen wurde dann allerdings nichts – richtig: Es hat geregnet wie Sau! Und windig war es auch ganz schön (Zum Glück haben wir erst am nächsten Morgen bemerkt, dass ich vergessen hatte, die Handbremse anzuziehen :-) ). Gegen 7Uhr war der Regen dann aber vorbei und wir haben uns heraus getraut. Für die große Anzahl Tiere war es leider schon zu spät (wir konnten nur die wahrscheinlich gleichen faulen Exemplare sehen, die wir am Vorabend gehört haben) und das Licht war auch nicht der Knaller. Aber ich lasse mich davon nicht abschrecken, bin „todesmutig“ für die Fotos auf eine Klippe geklettert und nach einem kleinen Exkurs mit Photoshop werden sich die Bilder dann doch sehen lassen können :-D

Nach dem Frühstück ging es dann Richtung Dunedin, da wir für 13:30Uhr die Führung in der Schokoladenfabrik geführt haben. Der Knaller war es leider nicht, aber sooo schlecht auch wieder nicht. Da es Weihnachtszeit war, konnten wir nicht in die Fabrik und die Probierexemplare, die wir bekamen, waren nahezu alle mit Marshmallows – keine Ahnung, was die daran so toll finden. Naja, aber ich will ja nicht nur meckern: Wir standen in einem Silo, wo es schon super drin gerochen hat und auf einmal fällt 1 Tonne flüssige Schokolade vor unseren Augen herunter! Das war es dann doch wert ;-) In der City hab ich mir dann noch mein eigenes Weihnachtsgeschenk gekauft und einpacken lassen, bevor wir auf den Campingplatz gedüst sind. Dort gab es super leckeres Abendessen: Pasta mit Muscheln, Shrimps, gebratenem Lachs und Zwiebeln und dazu lecker Salat. Danach gab es noch die kurze Version von „Weihnachten bei Hoppenstedts“, ein wenig Weihnachtsmusik (was mein Netbook halt so hergibt: John Lennon, Chris Rea, Sarah Connor, The Long Blondes, die Toten Hosen) und dann gab es doch noch Geschenke – bei uns bereits am 25.12. und in Deutschland am 24.12. – das ist doch mal Timing. Dann schon mal danke Muddi und Vaddi für die Aufmerksamkeiten (Suppe und Toffifee haben wir uns schmecken lassen und jetzt hab ich glatt noch ein zweites Addressbuch :-D). Gegen 3 Uhr morgens ging es dann ins Bett.

Am 25.12.10 sind wir dann gegen 12 Uhr aufgestanden und es gab mal so richtig leckeres Lunch: RESTE!! Pasta der letzten beiden Tage und Pizzabrot, dass wir vor 2 Tagen gekauft hatten. Dazu aber Orangen, lecker deutschen Christstollen und einen Schokodrink von Cadbury der weder Schokolade enthalten noch danach geschmeckt hat :-D Trotzdem war es super lecker (das Meiste).
Da ich ja bereits im Juli wusste, dass ich Weihnachten auf der Südhalbkugel verbringen werde, habe ich mir bereits da gesagt, dass ich baden gehen werde. Gesagt getan und so haben sich die 3 Männer in die Pazifikfluten in Dunedin gestürzt. Schnell hat sich einer verabschiedet und so haben sich nur noch Robert und ich von den Fluten durchspülen lassen. Mit den Worten: „Mir ist schweinekalt. Die Welle noch, dann geh ich raus!“, haben wir bestimmt noch 10 Wellen genommen und einmal war für mich ein Unterwassersalto integriert. Keine Angst, dem Rücken geht’s gut. Die Wellen waren echt der Wahnsinn. 2-3m hoch, aber eine gewaltige Kraft. Trotz dem Riesenspaß waren wir am Ende froh 25min heiß zu duschen. Wie ich am Ende erfahren habe, waren wir bei 12,7°C baden!!! Und das nennen die hier also Sommer?!?! :-D
Frisch geduscht und durchgefeudelt ging es dann zur Sandfly Bay, um Pinguine und Seelöwen zu beobachten. Ich wollte dann noch eine Muschel ausgraben, blieb aber erfolglos. Aber einige Seelöwen und einen Pinguin konnten wir dann doch noch bestaunen. Weihnachten haben wir dann mit einem leckeren Barbeque ausklingen lassen. Da war es also nun vorbei, dass 1. Weihnachten in der Fremde. Ich gebe zu, ich hatte es mir anders vorgestellt. So mit vielen Leuten, die irgendwie gemeinsam auf dem Campingplatz feiern – nix da. Alle ausgeflogen oder unter sich gefeiert. Trotzdem war es irgendwie schön.

Am nächsten Morgen (26.12.) hat uns Lars dann mit ein paar Weihnachtscookies zum Frühstück beglückt und so konnten wir gut gestärkt zur Baldwin Street fahren – der steilsten Straße der Welt. Im Durchschnitt wohl eine Steigung von 38%. Mit Herrn Schorch konnten wir dann leider nicht hoch, so mussten uns unsere Füße tragen. Anstrengende 186m, sag ich euch. Wir haben dann aus Spaß ein paar Cents runter gerollt und Lars hat das Kunststück vollbracht, sein Centstück AN DER STEILSTEN STRAßE DER WELT in einen 1,5m entfernten Gulli zu befördern :-D
Weiter ging die wilde Fahrt zu den Moeraki Boulders – das waren so runde Steine im Meer) und weiteren Pinguinbeobachtungspunkten. Ich merkte schon, dass das Wasser wohl doch etwas zu frisch für mich war und habe mich mit Paracetamol, Kopf- und Halsschmerzen im Camper verzogen, während die anderen die Tierwelt bestaunten. Schade, schade, aber eine gute Entscheidung, denn das war der einzige Tag, an dem es mir nicht gut ging. Zum Abendbrot haben wir uns dann eine Pilzsuppe schmecken lassen (Dank an den edlen Spender ;-) ).

Montag wollten wir bis Chrisrchurch fahren, um Neuseelands Südinselzentrum am Tag danach zu erkunden. Vorher gab’s noch einen Stopp in Timaru mit seinem Rummel – ein Rummel der Spitzenklasse sag ich euch!!! Man hat sich gefühlt wie in Meck-Pomm vor 40 Jahren (die schlauen Köpfchen unter euch, werden jetzt sagen: HÄÄÄÄHHH?!?!? Woher weiß der das?!? Da war er doch noch gar nicht auf der Welt?!? RICHTIG!! Aber ich nenne das jetzt mal künstlerische Freiheit oder literarisches Stilmittel :-D). So richtig beschreiben kann ich es gar nicht, aber hier die Highlights: ein halbaufgebautes Kettenkarussell, ein Geisterbahn, die eine Fläche von 20x20mx2m hatte und dazu noch eine Art GoKart mit rasenmäherbetriebenen Gefährten. Und die Hauptdarsteller sahen alle aus, als wenn sie in der eigenen Familie seit Generationen für die eigenen Nachkommen sorgen ;-) (das soll sich jetzt natürlich nicht auf das schöne Bundesland im Norden beziehen).
In Christchurch angekommen, war das Wetter immer noch super und so ging es an den Strand, da Robert und Lars baden wollten und ich in die dortige Bibliothek, um mir mithilfe des kostenlosen Internets, doch noch eine Bleibe in Sydney zu organisieren. Ergebnis: Das Internet war „ausverkauft“ :-D und die beiden waren baden. Vor dem Essen gab es ein kleines Fotoshooting, dann Reiscurry am Strand und auf zur Übernachtungssuche. Wildcampen über den Dächern Christchurchs war angesagt. Leider viel zu spät, haben wir den gemeinsamen Nenner gefunden, 3-4 Nächte am Stück wild zu campen, um Geld zu sparen und Erfahrungen zu sammeln.

Am nächsten Morgen hat es mal wieder geregnet und so haben wir den Plan, zum nahegelegenen Hafen zu fahren, um Pinguine zu bestaunen, verworfen und sind gleich zum Wildlife Park gefahren, um endlich mal eine(n) Kiwi außerhalb der Obsttheke des Supermarktes zu sehen. Das Wetter wurde nicht wirklich besser und so haben sich auch die meisten Tiere eine Auszeit gegönnt. Den Kiwi gab’s nur per Kamera zu sehen, eine Tigerfütterung durften wir bestaunen, Giraffen aus der Nähe sehen und sonst noch so einige Tiere begutachten – und der Regen war gratis!! Mit trockenen Socken ging es in die City, um doch noch etwas ohne Wasser an diesem Tag zu machen. Dort haben wir erst mal erfahren, dass es am Boxing Day (was ja hier Weihnachten ist) 15(!!!) Erdbeben in Christchurch gab und eines davon schlimmer als das vom September war (der Autor berichtete bereits). Einige Häuser sahen schon ganz schön mitgenommen aus. Ich war dann erst mal froh, die städtische Bibliothek inklusive Internet gefunden zu haben und mir eine Unterkunft in Sydney zu sichern (den Preis werde ich noch erfahren, ein bisschen Nervenkitzel muss ja auch sein;-) ).
Nach leckeren Pellkartoffeln mitten in der City (und durch die Bibliotheksnähe mit Internet im Auto – ein Luxus sag ich euch), ging es auf Quartiersuche. Wir hatten relativ schnell was gefunden, ich meine Sachen gepackt und dann haben wir uns noch mit Würfelspielen die Zeit vertrieben. In der Nacht sind wir dann nur ein paar Mal wegen Schussgeräuschen aufgewacht – nix Dramatisches :-D Am nächsten Morgen haben wir dann gesehen, dass wir in der Nähe eines Schießvereins übernachtet hatten. Bleibt trotzdem noch die Frage, wer sich da mitten in der Nacht herumtreibt.
Am Mittwoch, den 29.12.10, hat dann um 6 der Wecker geklingelt, da mich Tick, Trick und Track zeitig am Flughafen rausschmeißen wollten, um rechtzeitig bei ihrem Whale watching zu sein. So blieb mir die Zeit, meine elektronischen Geräte aufzuladen und mir mal wieder meine Finger für euch wundzuschreiben!!

Da ist sie also schon vorbei, die Zeit im Land der kackenden Schafe! 3,5 tolle, regenreiche Woche. Schade, dass es doch sooooo schnell vorbei ist, aber irgendwie freu ich mich dann doch auf ein eigenes Bett ;-)

Jetzt werde ich noch ein zehntes Mal gucken, ob ich Ticket und Ausweis dabei habe, versuchen, das hier für euch online zu stellen und dann mal ein wenig entspannen.

Bleibt mir noch nur zu sagen: Guten Rutsch, wir hören/lesen/sehen und 2011

Cya
Maddin

P.S. Jetzt hätt ich fast vergessen, vom unglaublichen Radiosender hier zu erzählen. Er hat uns über eine Woche mit einem nicht allzu bunten Blumenstrauß musikalischer Meisterwerke beglückt. 90% der Musik stammen von Pearl Jam, den Foo Fighters, U2, ozzy osbourne, green day, nirvana, bon jovi, metallica, the clash, the doors, oasis, rolling stones. Und jede Band ist dam it 1, aber höchstens 3 verschiedenen Liedern repräsentiert. Trotzdem ein klasse Sender!!

P.P.S. Inzwischen bin ich heil in Sydney angekommen, teile mir das Hostelzimmer mit 2 Engländern und drei zickigen, dummen, deutschen Blondinen. Das wird ein Spaß. Werde dort aber wohl am 6.1. auschecken und mal schauen, wo es mich dann hintreibt.

Montag, 27. Dezember 2010

Keine Bange, allet jut!


Hey, wir stehen gerade vor der Bibliothek in Christchurch, nutzen das kostenlose Internet und machen mal wieder lecker Pellkartoffeln mit Spiegelei.
Aufgrund mehrfacher Anfrage: Wir haben vom starken Erdbeben nix mitbekommen! Nur als die 3 Musketiere gerade bei ihrem Hostel vorbeischauen wollten, gabs nen Schreck: GESCHLOSSEN!!! Sie haben sich was anderes und besseres organisiert und alles ist gut. Ich hab auch ne Unterkunft in Sydney gefunden und so ist alles gut. Morgen gehts für mich dann nach Sydney und da werd ich auch mal versuchen, ein paar Bilder hochzuladen (und auzuschlafen :-D).

Euch allen nen guten Rutsch und wir hören/sehen/lesen und 2011

maddin

P.S. Nach Gesprächen mit Einheimischen haben wir erfahren, dass es am boxing day 15 Beben gab und das schlimmste Beben eigentlich stärker war, als das vom September. Zwar auf der Richterskala geringer eingestuft (5,4), aber stärker an der Oberfläche hat es hier so einigen Schaden angerichtet.

Na gut, ich ess jetzt mal und dann muss ich auch schon Sachen packen und ins Bettchen :-D

Montag, 20. Dezember 2010

Ein einmaliges Erlebnis und tolle Tage in Wellington



Ich hoffe, die Internetleitungen bei euch sind inzwischen nicht eingefroren oder eingeschneit, sodass ihr das hier lesen könnt. Denn ich werde u.a. vom bisher besten Tag in NZ berichten.
Nach dem Stinkeerlebnis in Rotorua sind wir am Donnerstagmorgen (9.12.10) nach Schwefel stinkend nach Waitomo Village gefahren, um uns millionen Jahre alte Höhlensysteme anzuschauen. Wie haben uns für ein Paket mit 27m Abseilen, Millionen Glühwürmern, einer Art Rafting, gucken, staunen, durch Wasser waten, 27m wieder herausklettern, staunen und gucken, staunen, duschen und Tomatensuppe entschieden. Alles in allem waren es 5 Stunden Riesenspaß, den ich meinem Rücken zumuten konnte (am nächsten Tag gab es ja eine Pause) und ich kann gar nicht oft genug sagen, was das für ein geiles Erlebnis war! YEAH!!!!!! Da wir am Freitag am Lake Taupo entspannen wollten, haben wir uns noch dafür entschieden, noch ein Weilchen zu fahren, auch wenn wir etwas müde waren. Somit haben sich Robert und Lars um die Navigation gekümmert und Jasmin und ich während der Fahrt Kartoffeln, Zwiebeln und Champignons pfannen- bzw. topffertig gemacht, um schneller essen zu können. Irgendwie ist es schon ein Spaß, sowas während der Fahrt zu machen. Mal schauen, ob wir am Ende ein komplettes 3-Gänge-Menü auf diese Weise gezaubert kriegen :-D Nachdem wir uns dann Bratkartoffeln mit Spiegelei haben schmecken lassen, sind wir einfach am Straßenrand stehen geblieben und haben dort übernachtet. Mulmig wurde uns nur kurz, als mitten in der Nacht ein LKW angehalten hat und mehrere Minuten nicht weitergefahren ist :-D
Freitag habe ich mich dann wieder hinters Steuer gesetzt (dieses Mal nicht ganz so souverän, muss ich zugeben). Am frühen Nachmittag sind wir auf dem Campingplatz in whakapapa angekommen, haben 3 Ladungen Wäsche gewaschen, Postkarten geschrieben (meine werde ich erst in OZ losschicken, um die Briefmarkenkosten zu sparen :-D) und uns ein leckeres Abendessen gezaubert: BBQ, Salat, Kiwis und mal wieder einem interessanten Drink von Bundaberg (den insgesamt dritten). Damit haben wir vor ein paar Tagen begonnen und wir wollen das jetzt bis zum Ende (jede Sorte) durchziehen. So richtig geschmeckt hat bisher nur einer, aber das ist ja der Spaß.

Am Sonnabend wollten wir eigentlich eine Tageswanderung durch den Tongariro Nationalpark unternehmen, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da der Wetterbericht für Sonntag auch nicht viel besser aussah, haben wir beschlossen, gleich Richtung Wellington zu fahren und uns dann dort einen Tag länger aufzuhalten – eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Da unsere Wäsche nicht trocken bzw. wieder nass war, glich das Innere von „Herrn Schorch“, wie wir unsern Camper genannt haben, einem einzigen Trockenraum.
Obwohl wir die meiste Zeit des Tages im Auto verbracht haben, gab es doch noch ein Highlight. Wir wollten uns in Foxton das „Trolley Bus Museum“ anschauen. Als Eberswalder muss man sich doch mal die neuseeländischen O-Busse anschauen. Das Museum war leider schon zu, aber einerseits standen genug der alten Schätze draußen und dann hatten wir noch das Glück, dass auf dem gleichen Grundstück eine lokale Radiostation war – die auch noch in Betrieb war. So bekamen wir eine persönliche Führung in 2 der 3 Studios von „Radio Foxton“. Abends in Wellington angekommen gab’s noch Abendbrot (Reiscurry, Kuchen, Orangen, Gewürzgurken und das nächste Bundaberg – ja, wir lassen es uns schmecken :-D) bevor wir entschlossen haben, was wir am nächsten Tag unternehmen würden.

Den kompletten Sonntag haben wir dann im „Te Papa“ Nationalmuseum verbracht. Es war echt super. Da kann sich die neuseeländische Hauptstadt schon sehen lassen. Nicht nur, dass es kostenlos war (ich hab dann natürlich noch gespendet, weil’s so klasse war) – es war genial: Interaktiv, interessant, beeindruckend, spaßig,….. Über neuseeländische Geschichte, Maori-Künste, Sport, Flora und Fauna, den weltgrößten Tintenfisch, einen kleinen Regenwald, den Commonwealth, Mode, Musik und Geologie war alles dabei. Sicherlich habe ich da jetzt was vergessen. Auch ein Erdbeben wurde in einer kleinen Hütte simuliert. Und man konnte sooooo viel ausprobieren – das macht die ganze Sache ja noch doppelt interessant. Naja, und das es kostenloses Internet gab, habt ihr ja sicherlich schon mitbekommen :-D Abends sind wir dann noch zum Italiener gegangen, was nicht ganz optimal lief, aber dennoch ganz OK war.

Am Montag haben wir uns dann dem botanischen Garten, dem Regierungsgebäude (samt Touri-Tour) und dem für Wellington so berühmten „Cable Car“ samt Museum gewidmet. Ich habe mich allerdings bei einigen Sachen ausgeklinkt und mich mal ein wenig entspannt.
Fürs Abendessen hatten wir uns „einen aufsteigenden Stern des Restauranthimmels von Wellington“ aus dem Reiseführer gesucht. Versprochen wurde uns halbwegs preisgünstiges, aber vor allem gutes Maori-Food. An der angeblichen Adresse erwartete uns allerdings ein heruntergekommenes und geschlossenes Thai-Restaurant. Der war der Stern wohl doch schon wieder untergegangen:-D Nach kurzer Sucherei haben wir aber ein sehr leckeres und chilliges spanisches Restaurant gefunden, aus welchem wir alle gut gesättigt wieder losgezogen sind.

Da wir uns ja Dienstag auf die Fähre nach Picton begeben würden, blieb uns an diesem Tag nicht mehr ganz so viel Zeit. Dennoch haben wir den Vormittag nicht tatenlos vorbeiziehen lassen: Gefrühstückt wurde in einer deutschen Bäckerei. Ich kann euch gar nicht sagen, wie lecker das war. Wir haben dann auch gleich noch 2 Brote mitgenommen :-D Gut gestärkt, haben wir „Herrn Schorch“ noch auf den Mt. Victoria geschleppt, um dort (hoffentlich) einen guten Blick über die Stadt zu haben. Die Sichtweite betrug vlt. 200m und wir haben wir Wolken an uns vorbeiziehen sehen. Naja, interessant war es schon und man kann ja nicht immer Glück haben. Vor der Fähre ging es dann nochmal kurz ins „Te Papa“, weil wir am Sonntag das Mini-NZ ausgelassen hatten – einer kleinen regenwaldartigen Anlage. Danach ging es dann allerdings schon auf die Fähre, welche uns in etwas mehr als drei Stunden auf den Norden der Südinsel bringen wird. Und da bin ich auch schon im Hier und jetzt angekommen.
Während ich mich jetzt ein wenig ausruhe, diesen Eintrag beende, mit den anderen die groben Reiseziele für die nächsten 2 Wochen heraussuche und die wolkige Sicht aus der Fähre heraus genieße, hoffe ich, dass es euch allen gutgeht, ihr wenigstens schon angefangen habt, die Weihnachtsgeschenke zu kaufen und ihr mal ein wenig Ruhe vom Schnee bekommt :-)

Da ich auch nicht weiß, wann ich wieder ins Internet komme, wünsch ich euch schon mal n schönen 4. Advent, frohe Weihnachten und das ganze restliche Gesabbel dazu :-D

Cya
Martin

P.S. Da ist mir ja glatt noch was Berichtenswertes eingefallen. Ich hab seit Monaten mal wieder ein Buch gelesen. Die 211 Seiten waren in 4 Tagen verschlungen und es hat Spaß auf mehr gemacht :-D

P.P.S Den Eintrag stelle ich gerade in Queenstown ins Netz, aber was ich dort so erlebt habe, foglt etwas zeitversetzt ;-)

Samstag, 11. Dezember 2010

Byebye Melbourne & Willkommen im Land der Schafe


Hallo zusammen!

Inzwischen bin ich im Land der kackenden Schafe angekommen und dieser Eintrag ist mal wieder vorgeschrieben (in mehreren Teilen; also nicht wundern, wenn es nicht ganz soooo flüssig zu lesen ist :-D), aber ich will euch natürlich trotzdem auf dem Laufenden halten und eure Phantasie zunächst durch meine letzten Tage in Melbourne und dann meine aufregende Zeit in Neuseeland führen.

Die letzte Woche in Melbourne war hauptsächlich von viel Regen und der Vorfreude auf NZ geprägt. In der Stadt war ich aufgrund des Wetters und der Rückenschonung nicht mehr. Allerdings wollte ich mir noch einen neuen Haarschnitt geben lassen. Könnt ihr euch noch an meinen letzten Haarschnitt von dem 12jährigen Jungen erinnern? Dieses Mal sind die Haare nicht bunt, das Ergebnis ist aber ähnlich. Eigentlich sollte Marty mit der Haarschneidemaschine nur alles auf die gleiche Länge bringen. Naja, angefangen hat er ganz gut! Auf einmal hat es sich auf meinem Kopf dann irgendwie anders angefühlt und im gleichen Moment seh ich den Aufsatz auf den Boden fallen :-D
Nach riesigem Gelächter von uns beiden habe ich mich dann doch dafür entschieden, nicht komplett alles kahl zu machen.
Den letzten Abend hab ich mit Marty und ein paar Kumpels dann in einem Pub verbracht und wir haben wieder in seiner alten Wohnung übernachtet, bevor er mich dann am nächsten Morgen (leicht verkatert) zur Busstation gebracht hat. Somit hab ich die erste und letzte Nacht in MB an gleicher Stelle verbracht. Australien hab ich dann (vorerst) am Sonnabendvormittag mit leichter Verspätung, aber purem Sonnenschein verlassen, um 3 Flug- und 2 Zeitverschiebungsstunden später von Robert, Jasmin und Lars am Flughafen von Auckland empfangen zu werden. Die Freude war riesig!!!!!
Mit dem Mietwagen ging es dann in Auckland gleich noch zu 2 Hügeln (einer davon war der „One Tree Hill“), von wo aus man die Stadt überblicken konnte. Und auf dem Weg dahin haben wir im Prinzip nur Schafe gesehen: große, kleine, dicke, dünne, lange, schmale, junge, alte..und sogar rosa Schafe (sind die für rosa Pullover? Jasmin und ich versuchen noch, es herauszufinden). Abends hab ich mir mit Lars noch ne leckere Pizza gegönnt, während sich Robert und Jasmante um Jasmins Sonnenbrand gekümmert haben. Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh sie über meine After-Sun-Lotion war:-D
Sonntag hat dann 7Uhr morgens der Wecker geklingelt, da eine Tour in den Norden der Insel anstand. Auf dem Weg zu den weltberühmten Kauri-Bäumen haben wir zuvor noch am „angeblich besten Museum des Landes“ (Zitat der Ticketverkäuferin) – dem Kauri-Museum – angehalten. Es war schon ganz interessant zu sehen, wie solche Riesenbäume gefällt und verarbeitet werden und so weiter. Dann gab’s auch noch die größte Bernsteinsammlung des Landes. Jetzt weiß ich auch endlich, wo das Bernsteinzimmer ist ;-) Wir waren dann doch relativ schnell wieder weg – nachdem Robert und ich fast noch das Museum abgefackelt hätten, weil wir beinahe nen Kurzschluss in der Plastikkuh inklusive Melkattrappe provoziert haben. Dann sind wir zum längsten, mit dem Auto befahrbaren Strand von NZ gefahren. Naja, es war halt ein Strand mit Wasser bis zum Horizont. Jetzt nicht so der Knaller – aber dennoch irgendwie romantisch, meinte Robert. Gerochen hat es nach Walpisse (darauf haben wir uns zumindest geeinigt). Die Füße wollte ich dann aber doch noch mal ins Wasser halten. Dort haben wir dann noch einen Einheimischen getroffen, der gerade Muscheln ausgebuddelt hat. Robert hat sich dann auch mal darin probiert, war erfolgreich und so haben Lars, Robert und ich den frischen Fang dann gleich mal probiert. Hat nicht wirklich nach viel geschmeckt, muss ich zugeben. Dann ging es endlich zu den Kauri-Bäumen, die mit bis zu 2000 Jahren auf dem Buckel, einem Stammdurchmesser von bis zu 6m und einem Stammvolumen von 2800 Kubikmetern schon ganz schön beeindruckend sind. Aufgrund des warmen Wetters haben wir dann noch eine kleine Badepause in einem kleinen See gemacht. Gegen 0Uhr und nach 600km waren wir dann wieder im Hostel. Die letzten 70km haben wir aber mehr als nur ein bisschen gezittert, weil das Benzin so gut wie alle war und wir weit und breit keine Tankstelle entdecken konnten. Notrufsäulen gab es alle 500m, aber keine petrol stations. Wir haben es dann aber doch gerade so geschafft und sind todmüde ins Bett gefallen, da es am nächsten Tag wieder sehr früh raus ging, um uns zum Camper-Verleih und den Mietwagen wieder zurück zum Besitzer zu bringen.

Diesen Teil des Eintrags schreibe ich gerade um kurz vor 0 Uhr auf einer verregneten Bank in einer lauwarmen Sommernacht (mensch, wie romantisch, und das ohne Walpisse :-D). Die 3 „Erwachsenen“ versuchen gerade, sich im Camper irgendwie einzurichten, denn unsere erste Nacht darin steht an. Nachdem heute Morgen ja wieder viel zu früh der Wecker geklingelt hat (Robert: „Wir sind im Urlaub. Schlafen können wir auch zuhause“ :-D), haben wir das Hostel in Auckland verlassen und sind mit dem Mietwagen Richtung Flughafen gedüst, um Robert und Jasmin samt Gepäck vor dem Camper abzuladen. Lars und ich sind dann wieder in die City, haben den Mietwagen weggebracht und glücklicherweise einen Gutschein, für den Shuttle-Bus bekommen. Sagenhafte 45min später, waren wir dann am Flughafen. Eigentlich ist die Strecke nicht wirklich lang, aber die Kiwis haben das mit dem Verkehr nicht wirklich begriffen. Hier ein Beispiel aus Auckland: große Kreuzung, viele Autos. Sagen wir mal Nord- und Südrichtung haben grün. Alle Fußgänger haben rot. Danach haben ALLE Fußgänger grün und ALLE Autos rot. Dann grün für West und Nord. Danach wieder ALLE Fußis grün, Autos ALLE rot. Und von vorne der ganze Spaß. Echt bekloppt!
Naja, irgendwann hatten wir dann doch den Camper und los ging die wilde Fahrt. Als erstes haben wir einige Besorgungen und uns mit dem überdimensionalen Gefährt vertraut gemacht. Da das alles dann doch relativ lang gedauert hat, haben wir beschlossen, nur noch einen Campingplatz in der Gegend zu suchen, die wir uns am nächsten Tag anschauen wollten – so ging es Richtung Nordosten und wir haben uns für den 2. Campingplatz entschieden. Es war ein 5-Sterne-Campingplatz mit einem Pool, der von den regionalen heißen Quellen erhitzt wird. Und die Einrichtungen waren auch super. Preislich war alles bestens. Zum Abendbrot gabs lecker Pasta und endlich mal wieder Obstsalat. Ich kann gar nicht beschreiben, wie froh ich darüber war. Dazu haben wir uns noch eine frische Kokosnuss gegönnt. Vor dem Schlafen und nach dem Frühstück am nächsten Morgen haben wir uns dann noch im Pool entspannt. Das hatten wir uns auch verdient.
Ach ja, Montagmorgen hat uns doch tatsächlich der NikoLARS was in unsere Schuhe gesteckt :-D

Am Dienstag hatten wir dann einen Teil der Ostküste der Nordinsel auf dem Plan. Genauer gesagt: Cathedral Cove und den Hot Water Beach. Zunächst ging es zum Hot Water Beach, wo sich uns ein interessantes Bild geboten hat: Zahlreiche Touristen stehen am Strand und buddeln sich ihre eigenen Löcher, um sich dann hineinzulegen. Der Grund dafür befindet sich einige 100m oder evtl. schon km unter der Oberfläche: heiße Quellen, die bei Ebbe heißes Wasser an die Oberfläche befördern. So hatten sich die Touris ihren eigenen hot pool gebaut. Robert und ich haben uns auch mal ein paar Minuten in solch einer matschigen Angelegenheit gewälzt. Das Wasser war an einigen anderen Stellen so heiß, dass man nicht hineintreten konnte. Es war schon interessant: Das Wasser im Meer (wo wir auch baden waren), war erfrischend und keine 2m weiter, konnte man sich die Füße verbrennen. Die Cathedral Cove kann man ein bisschen mit dem Trip an der Great Ocean Road vergleichen. Toller Strand und imposante Felsformationen. Auch hier habe ich mir einen Sprung ins kalte und erfrischende Nass gegönnt. Das wars dann auch fast schon vom Dienstag. Ich bin das 1. Mal den riesigen Van gefahren und habe uns abends gegen 20.45Uhr auf den nächsten Campingplatz (wieder mit hot pool) gesteuert und zum Abendbrot gab es – richtig – Pasta :-D

Mittwochmorgen haben wir früh gefrühstückt, um noch in den hot pool zu springen. Gesagt, getan. Ich habe mir aber weniger Entspannung gegönnt und dafür ein gutes Aquatraining für meinen Rücken durchgeführt. Losgefahren sind wir dann bei Regen und das Ziel hieß Rotorua mit dem dazugehörigen Schwefelsee. Da wir doch länger als geplant unterwegs waren, wollten wir unterwegs was essen und in einem Reiseführer konnten wir einen Tipp für gutes und billiges Seafood entdecken. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Als wir dort ankamen, war es dann doch nicht das, was wir erwartet hatten. Wir waren auf einer Forellenfarm gelandet und das was man günstig erwerben konnte war Fischfutter und keine leckeren Köstlichkeiten :-D
Wir haben es mit seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr viel Humor genommen und haben uns dann noch die Farm angeschaut, bevor es nach Rotorua ging. Dort angekommen hat es schon gestunken, als wenn ein Laster mit 100000000 verrotteten Eiern umgefallen ist. Da das uns aber noch nicht extrem genug war, sind wir ins „Thermal Wonderland“ gefahren. Nein, das ist keine Schwimmbad mi Entspannungsbecken, Sauna und tollen Wasserrutschen, sondern eine Art Schwefellandschaft mit Geysir, Schwefelpools mit Wasserarben aller Art, Kratern und viel blubberndem und stinkendem Zeug. Das hat gestunken sag ich euch. Da könnt ihr froh sein, dass noch keine Bilder mit Geruch erfunden sind :-D Beeindruckend war es trotzdem, das gebe ich gerne zu.

Von dort haben wir uns dann auf den Weg nach Waitomo gemacht, was am nächsten Tag erkundet werden sollte. Im Supermarkt gab es dann eine regelrechte Verkostung. Von Weihnachtskuchen, Ananas, Schinken, Käse, Würstchen, nochmal Kuchen, Schokolade und Hummer war alles dabei. Nach dem Abendessen (lecker Wraps, das 1. Essen im Van) sind wir satt, müde, zufrieden und nach Schwefel stinkend eingeschlafen :-)

Das war mein erster (und ziemlich langer Eintrag, wie ich gerade sehe) aus Neuseeland. Ich hoffe, er bringt wenigstens etwas von dem rüber, was ich hier erlebe. Da diese Einträge ja schon vorgefertigt sind, kann ich euch versprechen, dass der nächste Eintrag bald kommt.

Lass es euch gut gehen,
maddin

P.S. Aufgrund des seltenen Internetzuganges (momentan sitze ich im Te Papa Museum in Wellington) sind die Einträge etwas länger :-D

Montag, 29. November 2010

Schlechtes Wetter – gute Tage!


Der Roadtrip liegt ja nun schon einige Tage zurück und da dachte ich mir: „Da kannst du den eingeschneiten Daheimgebliebenen ja mal berichten, dass das Wetter hier auch nicht gerade berauschend ist.“ :-D
Als wir letzte Woche Dienstag wiedergekommen war es schon wolkig und „nur noch“ 20-25° (ich weiß, dass diese Zahl bei euch momentan mehrfach eine Rolle spielt : 20-25cm Schneedecke, bald -20 bis -25°C, 20-25 Paar Socken gleichzeitig anziehen, 20-25x pro Sekunde mit den Zähnen klappern und und und :-) ). Trotz des „schlechten“ Wetters habe ich hier – wie nicht anders erwartet – eine gute Zeit. Mittwoch habe ich mich mit Idwer und Michelle in der Stadt getroffen, wir waren chinesisch essen und dann noch im berühmten Aquarium der Stadt. Beides war super. Beim Essen habe ich endlich gelernt, ordentlich mit Stäbchen zu essen (mal schauen, wie lange das anhält) sowie Dinge gegessen, von denen ich immer noch nicht genau weiß, was es war und teilweise will ich es bestimmt auch nicht wissen :-D Das Aquarium war auch super interessant. Donnerstag habe ich mir und meinem Rücken dann bei Regenwetter eine Pause gegönnt, bevor es Freitag nach Torquay zur Kostümparty ging. Als wir in Melbourne losgefahren sind, hat es mal wieder aus Eimern geschüttet – während der Party blieb es aber trocken (zumindest vom Wetter her). Sonnabend haben wir dann – wieder mal bei Regen – zuhause verbracht und ein wenig Schlaf nachgeholt. Am Sonntag hat sich Leon dann Richtung Sydney verabschiedet, um irgendwo auf halbem Weg 2 Wochen bei einem Bekannten auf der Farm zu arbeiten, sodass er in seiner restlichen Zeit hier nicht komplett am Hungertuch nagen muss. Ach ja, es hat natürlich geregnet – dennoch waren 20°. Ich habe fast den halben Tag mit Skype verbracht, um zu erfahren, was zuhause so passiert und meine Neuseeland-Reise ein wenig zu planen.

Montag war dann endlich mal wieder besseres Wetter und da habe ich mich gleich wieder in die Stadt begeben. Erst ging es zum National Sports Museum, inklusive einer Tour durch den Melbourne Cricket Ground – dem mit 100.000 Plätzen größten Stadion des Kontinents. Auch wenn sich hier natürlich alles hauptsächlich um Cricket, Pferderennen, Rugby und Australian Football dreht, war es doch sehr interessant. Und als Sportstudent nehme ich das natürlich gerne mit. Ein bisschen schade war es, dass ich den interaktiven Part des Museums aufgrund meines Rückens dann doch auslassen musste – aber da kam die Vernunft dann doch durch. Danach bin ich – mit frischgepresstem Saft – am Yarra-River entlang spaziert, bevor ich mich mit Idwer vor dem Eureka-Tower getroffen habe. Das ist der größte Aussichtsturm der südlichsten Hemisphäre oder das größte reine Wohnhaus der Welt oder irgendwie so. Da streiten sich die Gelehrten anscheinend. Ich kann euch sagen, was es war: HOCH und SUPER TOLL!!! Im 88. Stock und auf 285m Höhe den Sonnenuntergang über Melbourne zu beobachten ist schon was Besonderes! Eigentlich sollte es noch etwas Besonderer werden, aber daraus wurde leider nix. Man kann für einen kleinen Aufpreis in eine Art Würfel („The Edge“) gehen. Dieser Raum ist komplett aus Glas, welches zunächst milchig wird und dann „aus dem Gebäude herausfährt“. So sind also zwischen dem eigenen Körper und dem Boden nur 10cm Glas und 285m Luft!!! Das Glas wird dann auch vom einen auf den anderen Moment klar. Echt ne coole Sache. Leider waren mit uns einige ganze Horden von Schulklassen ebenfalls auf dem Turm. Das wollte ich mir dann doch nicht antun. Auch ohne dieses spezielle Erlebnis war es super. Und ich bin ja nochmal in Melbourne. Das Feuerwerk am Australia Day lässt sich da bestimmt auch gut beobachten :-D

Den 30minüten Heimweg habe ich mir dann mit einer kostenlosen Zeitung verkürzt. Hier nur einige Schlagzeilen: „Eine pakistanische Frau geht vor Gericht, weil ihr im Casting für den neuen Film „Der Hobbit“ gesagt wurde, sie sei nicht weiss genug“; „Wissenschaftler haben erstmals Mäuse um 30 Jahre rückwärts altern lassen“; „Wissenschaftler arbeiten daran, Bäume in Zukunft selbstständig leuchten zu lassen“. Und hier mein Favorit, aber allerdings nicht wegen der Nachricht allgemein, sondern wegen des Kommentars eines Polizisten. Hier die Schlagzeile: „Mann stirbt, als er aus dem 3. Stock vom Balkon springt“. Er wollte wohl an seiner Geburtstagsfeier in den Pool springen. Die 6m waren dann allerdings doch zu viel. Hier der Kommentar; zu schön, um es zu übersetzen: „He didn’t miss it by much.“
Naja, ich hatte meinen Spaß auf dem Heimweg.

Das war’s wohl auch erst mal von mir vor meiner Neuseelandreise. Meine Weggefährten sind schon auf dem Weg und für mich geht’s am Sonnabend los. Bis dahin werde ich mich wohl noch ein wenig ausruhen (ich will es ja in den letzten Tagen nicht übertreiben, zumal das Wetter mal wieder sch…. werden soll), meine Sachen packen, einen Friseur aufsuchen und endlich mal mein Netbook in Ordnung bringen. Deswegen dieser Eintrag auch davor – wer weiß, was ich da zusammenbastel :-D

Na gut, da ich nicht weiß, wie ich in NZ erreichbar bin, wünsche ich allen mal ne schöne Weihnachtszeit, tolle Glühweinstunden und Weihnachtsmarkte, entspannte Adventssonntage und ansonsten: Baut mal n Schneemann für mich und macht n Bild :-D

Cya Maddin


P.S. an meine St.-Kilda-Fanatikerin: In St. Kilda war ich bisher nur 1x. Es war super. Dorthin werde ich es aber wohl erst wieder im Januar schaffen und dann berichte ich mehr – versprochen.

Donnerstag, 25. November 2010

ERGEBNISSE SIND DA



Endlich hab ich es geschafft!!! Klausuren sind mit gut bis sehr gut bestanden und jetzt wird für eine laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange kein einziger Gedanke mehr an die Uni verschwendet! Jetzt genieße ich meine letzten knapp 11 Wochen am anderen Ende der Welt!!!
Heute gehts zur Kostümparty nach Torquay!!

Mittwoch, 24. November 2010

Eine atemberaubende Reise entlang der Great Ocean Road!!!


Mal wieder stand ein Roadtrip mit deutsch-holländischer Koproduktion auf dem Plan. Dieses Mal haben wir allerdings Tassie gegen die weltberühmte ‚Great Ocean Road‘ bei Melbourne in Victoria eingetauscht.
Eigentlich hatten Leon und ich geplant, nach Adelaide zu fliegen, dort kostenlos 1-2 Camper aufzugabeln und gemütlich in 5 Tagen nach Melbourne zurückzukehren. Wir wollten mal so richtig mit nem Camper unterwegs sein und anhalten, wo immer wir wollen, anstatt am Abend nach einem Hostel zu suchen. Der Plan hat sich dann allerdings verflüchtigt, was dem Trip jedoch nicht im Weg stand. Idwer hat ja ein Auto und konnte 2 Zelt auftreiben. So waren wir also ungebunden und haben Zeltplätze gegen Hostels eingetauscht.

Freitagvormittag ging es dann bei strahlendem Sonnenschein und einer mindestens genauso guten Wettervorhersage für die nächsten 5 Tage ins 3 Autostunden entfernte Torquay – einem der Surfmekkas Australiens! Als wir dort ankamen, wurden wir nicht enttäuscht. Strände, Wellen und Surfer soweit das Auge reicht. Da hab ich mich erstmal auf eine kleine Fotosession begeben. Nach einem Döner zum Mittag ging es allerdings zuerst nach „SurfCity“. Nein, keine andere Stadt, sondern nur unzählige Surfshops und ein Surfmuseum. Nach 5 Monaten mit den gleichen 7 Tshirts und 2 Jeans habe ich mich dann ein wenig neu eingekleidet und ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, ins Surfmuseum zu gehen. Die beiden Kulturbanausen haben während der Zeit die Zelte aufgebaut und ich habe mir Boards und Wellen aller Art angeschaut und gesehen, wie 2 Australier JEDEN Staat in den USA bereisen und dort Surfen – egal ob auf Asphalt, Wasser, Gras, Eis oder was auch immer :-D
Zum Abendbrot gab es dann Toast, BBQ-Sauce und Würstchen mit ein paar Bier. Zubereitet wurde das Ganze auf einem der zahlreichen öffentlichen Grills – echt eine klasse Erfindung! Den Abend habe ich dann am Tisch mit ein paar freundlichen Engländern und Aussies ausklingen lassen. Sonnabend haben wir in Torquay verbracht. Leon und Idwer haben sich Surfboards geliehen, während ich meine Vernunft habe walten lassen (ja, das kommt auch ab und zu mal vor :-D) und mich gegen diese durchaus reizvolle Beschäftigung entschieden habe. Stattdessen war ich auf der Suche nach 1 Luftmatratze. Das hatten wir nämlich am Tag zuvor verpennt und somit hatten wir (Leon und ich) nur 1, die eigentlich Leon gehörte. Er hat mir diese aufgrund meines Rückens aber freundlicherweise überlassen und im Auto gepennt! Das wollte ich ihm nicht nochmal antun und somit eine 2. Matratze gekauft. Glücklicherweise habe ich auf der Suche danach den Outlet-Shop von RipCurl entdeckt, den wir eigentlich am Tag zuvor finden wollten. Somit gab’s nochmal Badeshorts und 2 Tshirts zu Schnäppchenpreisen. Danach habe ich mich allerdings an den Strand gelegt und so einige begabte, aber wohl mehr unbegabte, Surfer beobachtet :-D
Zum Abendessen haben wir uns dann gesteigert. Dieses Mal gab’s Steak und Schaschlik mit Brötchen und BBQ-Sauce und dazu Champignons (und Flüssignahrung natürlich). Wir haben allerdings einen Grill direkt am Strand gefunden und hatten somit ein außergewöhnliches Abendbrot.

Sonntagmorgen haben wir die Zelte in Torquay abgebrochen (nach einem morgendlichen Bad im Ozean, um endlich die Great Ocean Road zu erkunden. Das Frühstück viel dabei mal wieder spärlich aus (Toast, Schinken und – richtig BBQ-Sauce), der Ort war dafür wieder mal umso besser. Ein Aussichtspunkt mit Blick auf Meer, Klippen und Strand. Das Wetter war wieder super und so haben wir die Fahrt direkt entlang der Küste genossen und an so einigen fantastischen Aussichtspunkten angehalten. Gecampt haben wir die nächsten beiden Nächte in Port Campbell. Vor dem Abendbrot haben wir noch einen ersten Abstecher zu den 12 Aposteln gemacht, wovon allerdings nur noch 8 stehen. Wir waren uns aber alle drei einig, diese am nächsten Tag nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen – vielleicht finden wir ja doch noch ein paar Apostel :-D
Zum Abendessen haben wir uns dann mal wieder gesteigert. Eigentlich wollten wir uns es mal wieder kulinarisch gut gehen lassen. Geendet sind wir dann in der Fressbude neben der Tanke und es gab Fish&Chips :-D Das Essen war ganz OK, aber die Tatsache, dass wir es am kleinen Strand von Port Campbell, der einer Bucht gleicht, zu uns genommen haben, hat den Gedanken der Tanke schnell verschwinden lassen. Danach ging’s zum Sonnenuntergang nochmal zur Loch Ard Gorge. Ganz schön beeindruckend, was man da so sieht: Nicht nur die Kulisse im Zusammenspiel mit der untergehenden Sonne, sondern es gab mal wieder einen Beweis, dass die Dutchies kein Bier ordnungsmäß öffnen können :-D
Montag waren wir dann Touri durch und durch: 12 Apostel von oben, vom Strand aus (Gibson Steps), London Bridge, Loch Ard Gorge, Grotto, Bay of Islands. Es waren bestimmt 30°, mal wieder keine Wolke, aber über den Wind haben wir uns dann doch gefreut. Nach 5 Stunden laufen, Sonnencreme auftragen, staunen, Fotos machen, Sonnencreme auftragen, staunen, sich über das schöne Wetter freuen und Fotos machen, sind wir relativ erschöpft auf den Zeltplatz zurückgekehrt. Im Port Campbell haben wir dann den Rest des Tages am Strand ausklingen lassen, bevor es wieder Abendbrot am Strand gab (dieses Mal allerdings endlich mal wieder leckere Pasta für mich). Am Abend hab ich mich dann noch ein Weilchen mit unserem Zeltnachbarn unterhalten: einem Deutschen. Ich glaube, während des gesamten Trips haben wir mehr Deutsche gesehen, als alles andere zusammen! Da fliegt man also um die ganze Welt, um Sandaletten und nem bayrischen Akzent gegenüber zu stehen?!? :-D

Dienstagmorgen waren die Zelte schnell im Auto verstaut, da der Rückweg angepeilt wurde. Glücklicherweise hat Idwer noch in der Touristeninfo gefragt, was es in der Nähe noch zu sehen gibt. So haben wir keine Stunde später (nach mal wieder typischem Frühstück am Strand: Toast, Schinken und Salami) in einer atemberaubenden Bucht gebadet. Es waren bestimmt wieder 30-35° und somit war der Sprung ins kalte Nass ein MUSS!!! Und die Umgebung war einfach nur atemberaubend. Die Kulisse war wie in einem Film: Sandstrand, türkisblaues Wasser, was von Klippen links und rechts zu einer malerischen Bucht geformt wurde – AMAZING!!!
Nach der Erfrischung haben wir noch einen Stopp an den Triplet-Wasserfällen gemacht. Eine gelungene Abwechslung, zumal der Regenwald den lang ersehnten Schatten gespendet hat. Die Wasserfälle waren leider nicht so beeindruckend, wie erwartet, aber für den Spaß hat Leon dann doch noch gesorgt. Wir beide waren im Fluss (oder eher Bach) unterwegs zu den Wasserfällen. Zum Einen um uns zu erfrischen und außerdem, um ein paar gute Fotos zu machen. Bei 30° waren wir natürlich in Flipflops unterwegs und – richtig…..die haben ihm auf den glitschigen Steinen dann auf einmal ganz plötzlich doch nicht den gewünschten Halt gegeben, sodass er ein unfreiwilliges Bad genommen hat :-D
Der Schreck war größer als der Schaden, aber sein erstes Kommentar war dann doch: „Martin hilf mir, ich verliere meine Flipflops“. Da war ich allerdings schon damit beschäftigt, ein Foto zu machen. Da musste ich dann doch mal Prioritäten setzen :-D Aber keine Angst, es ist nichts passiert, Leon war gut erfrischt und auch ich hatte meinen Spaß bei der ganzen Sache.
Das war aber leider auch schon das Ende des Trips. Alles in allem, mal wieder eine gelungene Aktion mit den Tulpengesichtern. Die Great Ocean Road war auf jeden Fall ihre Reise wert!!!!!

Wir ihr seht, habe ich es doch in einem Stück geschafft. So habt ihr nicht so viel zu lesen, sondern könnt euch an den Bildern erfreuen :-D

Bis bald
Martin

P.S. Vielen lieben Dank an meine beiden treuesten Kommentarschreiber. So schaut nicht nur ihr, sondern auch ich immer mal wieder gespannt auf meinen Blog. Danke!! :-D

Asien oder Deutschland – oder doch Melbourne?!?



Nach wahrscheinlich viel zu langer Zeit für die meisten von euch, melde ich mich mal wieder. Für mich vergeht die Zeit allerdings wie im Fluge. Ich bin nun schon 1,5 Wochen in Melbourne und Umgebung und Ende nächster Woche bin ich schon auf dem Weg nach Neuseeland. Die Zeit rast.

Dennoch werde ich euch mit Informationen und Bildern versorgen! :-D
Der Grund für meine längere Abwesenheit war ein erneuter Roadtrip mit den Dutchies – dieses Mal entlang der Great Ocean Road. Bevor ich euch das allerdings schmackhaft mache, werde ich berichten, was vorher passiert ist. Wahrscheinlich werde ich das eh in mehrere Teile verpacken, um euch ein wenig auf die Folter zu spannen und mir den Schreibmarathon etwas zu verkürzen bzw. aufzuteilen :-D

Jetzt also der Reihe nach: Aus dem Workout und den Gitarrenkniffs ist bis jetzt nichts geworden. Letzte Woche Mittwoch war ich mit Leon und Idwer den ganzen Tag in der Stadt unterwegs – wohlwissend, dass ich mich schonen muss. So haben wir genug Pausen gemacht, für mich alten Mann :-D Zuerst sind wir am Strand von St. Kilda gelandet und ich glaube, wir haben uns alle 3 einen tierischen Sonnenbrand eingefangen. Das Wetter war super und es waren ca. 30°. Inzwischen ist die erste Packung After Sun Lotion alle und alles wieder gut. Zum Mittag gab’s eine Art Döner und Abendessen dann am Yarra-River im Zentrum.

Donnerstag hat’s geregnet und ich habe mich mit Leon zum Victoria Market verdrückt. Glücklicherweise war es überdacht. Es war super: Seafood, Fleisch, Obst, Gemüse, Klamotten, Souvenirs und was man sich sonst so alles vorstellen kann. Zum Mittag hab ich mir ein außerordentlich delikates Sandwich und frisch gepressten Saft gegönnt. Obwohl ich eher die Qual der Wahl hatte, bei all den guten Sachen. Genau gegenüber all dieser Köstlichkeiten befindet sich ein McDonalds und ich hab echt keine Ahnung, wie Leute dort hingehen und das leckere und gesunde und frische und einfach tolle Essen vom Vic Market verschmähen können??!?
Freitag haben wir dann den Roadtrip gestartet. Ich kann nur sagen: Mal wieder einmalig!!!!!
Dazu aber im nächsten Teil mehr :-D


Ach ja, auf den Titel könnte ich ja auch noch eingehen :-D
Inzwischen habe ich mehr Asiaten als Australier in MB und fast mehr deutsche Autos als in Deutschland gesehen :-D
Das nenn ich mal Multikulti. Aber mir gefällts!!!

Montag, 15. November 2010

Kulinarische Erlebnisse und die ersten Tage in einer tollen Stadt!


Meine ersten Tage in Melbourne sind nun passé! Es ist super hier!! Aber jetzt der Reihe nach:
Nachdem wir in unseren letzten Tagen in Launceston gepackt (ich hab keine Ahnung, wie das alles in einen Rucksack passen soll!:-D) und Freunde verabschiedet haben, ging es für die Dutchies und Marty am Freitagabend per Fähre nach Melbourne. Ich habe Tassie am Sonnabend per Flieger verlassen (nur 1 Stunde anstatt 12 auf dem Wasser – halber Preis und besser für meinen Rücken). Von Freitag zu Sonnabend habe ich bei Grant und seiner Familie übernachtet. Es gab leckeres (und endlich mal gesundes) Abendessen und am Abend habe ich ihm noch Leipzig, Eberswalde und Berlin auf allen möglichen Medien schmackhaft gemacht. Da kann jetzt nichts mehr schiefgehen, dass er mich in Deutschland besuchen kommt. Das wird toll. Mit Grant habe ich einen sehr guten Freund gewonnen.

Da mein Flieger am Sonnabend erst um 18.30Uhr ging, hat Lorraine (Grants Frau) vorgeschlagen, auf eine kleine „tasting-tour“ zu gehen. Gesagt, getan: Begonnen haben wir auf einer Himbeerfarm mit Himbeersmoothie, -eisbecher und „scones“ (einer Art Brötchen; LECKER!!!) mit selbstgemachter Erdbeermarmelade. Die Krönung allerdings waren die von Schokolade umhüllten gefrorenen Himbeeren! Hhhhhmmmmmm. Da läuft mir nur vom davon schreiben das Wasser im Mund zusammen :-D
Weiter ging es zur Käsefabrik. Eigentlich bin ich ja nicht wirklich der Käsefreund, aber das kann sich demnächst ändern. Mann war das lecker. Ich hab mich durch alle möglichen Sorten getastet und die meisten waren auch lecker ;-)
Nach einem kurzen Stopp an einer Goldmine. Leider bin ich nur um eine Erfahrung, aber nicht um einiges Gold reicher, von dort zum Schokoladen-tasting (sorry, mir fällt aber das deutsche Wort nicht ein) gebracht worden. Naja, und dass ich mich bei Schokolade nicht bitten lassen muss, brauch ich ja wohl keinem zu erzählen, oder?!? :-D
Der krönende Abschluss war ein edles Glas Wein (zu so einem Tasting kann man dann doch kein Bier trinken :- ) ). Auch wenn ich nicht der allergrößte Weinfan war, war es – richtig: LECKER!!!

Gut gesättigt und um kulinarische Erfahrungen reicher, hat mich Grant dann zum Flughafen gebracht. Ich hatte einen wundervollen letzten Tag in Tassie und als wir auf dem Highway zum Flughafen waren, kamen die Gedanken vom 1. Tag hier wieder hoch. Es kam mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich in die andere Richtung unterwegs war. Die Zeit verging echt wie im Flug. Es war eine schöne Zeit in Tassie, aber ich habe mich mindestens genauso auf die neuen Abenteuer gefreut. Nach nur 1 Stunde im Flieger hat mich Melbourne mit strömenden Regen und 18° erwartet. Einen Tag vorher waren es noch 32°! Leon und Marty haben mich in der Stadt abgeholt und wir sind zu Marty’s Mum gefahren, bei der wir (oder zumindest ich) die nächsten 3 Wochen werden. Es wurden alle begrüßt und es gab ein schnelles Abendessen, bevor es ins Nachtleben von Melbourne ging. Wir waren mit Freunden von Marty in einer Mischung aus Club und Pub-es war eine super Nacht. Kein Vergleich zu Tassie: Mehr Leute, mehr schöne Frauen und bessere Stimmung. Übernachtet haben Leon und ich bei Martys Freunden, da wir nicht mehr zu seiner Mum fahren wollten (30min mit dem Auto). Nach einer kurzen Nacht gab es das angeblich „typische Hangover-Frühstück“: Pie und Juice. Für mich gabs Orangensaft, einen Muffin und einen Pie mit Champignons und Hähnchen. Und ich kann sagen, das Frühstück hat seine Wirkung nicht verfehlt :-D
Den Rest des Tages haben wir gechillt und ein wenig Schlaf nachgeholt. In der Nacht hab ich dann noch versucht, Vettel’s WM-Titel live zu verfolgen, aber mich hat der Schlaf dann doch vorher niedergestreckt.

Montag hab ich mich dann mit Leon in die City gewagt. Einfach mal so rumlaufen und schauen, was uns so über den Weg läuft. Es war einfach nur SUPER!!! Wir haben so einiges gesehen, sind viel rumgelaufen (obwohl wir auch die kostenlose Tram nutzen können, was wir aber nicht wirklich bedacht haben) und aufgrund der großen Auswahl an Köstlichkeiten, hat es sagenhafte 45min gedauert, bis wir uns für ein gutes Mittag entscheiden konnten. Das alles waren wir aus Tassie nicht wirklich gewöhnt :-D
Ich bin dann etwas eher nach Hause, da sich mein Rücken und das linke Bein überlegt haben, dass sie genug vom Sightseeing hatten. Abendessen gab’s dann bei Marty’s Oma und ansonsten hab ich relaxt und den Eintrag für euch geschrieben (dieses Mal in Echtzeit).
Morgen werde ich mich um meine Physioeinheiten hier kümmern und versuchen, mein Netbook wieder voll funktionsfähig zu machen. Mal schauen, wie erfolgreich ich da werde.
Ansonsten werde ich mich etwas im Gym von Marty’s Opa verausgaben (keine Angst, nur Cardio) und Marty wird mir ein paar Gitarrenkniffs zeigen.

Bis demnächst
Martin

Sonntag, 7. November 2010

Endlich Sonnenbaden und einfach nur die Seele baumeln lassen!!!


Einige (oder wahrscheinlich alle) meiner zuverlässigen Abonnenten meiner regelmäßigen Online-Dokumentation und Australien-Abenteuer werden wahrscheinlich schon beim Lesen des Titels grimmig, oder?!? :-D
Naja, irgendwann muss ja der Sommer hier auch mal anfangen!!! Aber jetzt der Reihe nach:
Wie ihr wisst, hab ich am letzten Dienstag meine letzte Klausur (ich denke mal, relativ erfolgreich) hinter mich gebracht. Die Bücher sind inzwischen alle zurückgegeben und ich warte nur noch auf 2 assignments, die ich mit nach Hause nehmen will. Das war’s dann so ziemlich mit der University of Tasmania. So schnell sind die 4 Monate dann schon wieder um. Irgendwann demnächst werde ich auch endlich mal ein paar Fotos vom Campus hochladen, dass ihr so halbwegs ne Ahnung habt, wie es hier so aussieht.
Gut gelaunt kam ich dann also am Dienstag nach Hause und war froh, den Stress hinter mir gelassen zu haben, während die falschen Belgier noch 2 Klausuren vor sich hatten. Meine nächsten Tage haben dann darin bestanden, auszuschlafen, die Matratze in die Sonne und mich darauf zu legen (natürlich rückengerecht und nachdem ich mich mit tonnenweise Sonnencreme eingebuttert habe), meine Rehaübungen zu machen, und äääähhhhmmmm……NICHTS zu machen!!! Das darf ja auch mal sein, oder?!
So ein Sonnenbad tut gut, sag ich euch. Ich weiß, ihr könnt es euch momentan nicht wirklich vorstellen, beim aktuellen deutschen Wetter, aber: ES IST SUPER!! :-D
Aber so wirklich gar nichts hab ich dann auch nicht gemacht, muss ich zugeben. Mittwoch hatten wir einen Termin beim Makler, um alles wegen der Wohnungsübergabe zu klären. Es lief soweit ganz gut. Wenn es OPTIMAL läuft, brauchen wir die Stromrechnung nicht bezahlen und wegen der Miete für die letzte Woche haben sie auch nichts gesagt (da bin ich jetzt ja schon irgendwie froh, dass die meinen Blog nicht kennen und kein deutsch sprechen :-D). Wir müssen lediglich noch die Reinigungsfirma beauftragen, was wir allerdings vorher wussten.

Donnerstag hab ich ein Brot und Brownies gebacken und mein Paket vorbereitet, was ich diese Woche nach good old Germany schicken werde. Dann wurde das Fahrrad noch zur Reparatur zum Fahrradladen gebracht, ein wenig Versicherungskram erledigt und Freitag hatte ich die Nachuntersuchung im Krankenhaus. Momentan sieht es sehr gut aus! Ich bin zwar nicht ganz der Alte, wie vorher, aber auf einem guten Weg (jedoch wohl abgesehen vom Achillessehnenreflex – aber wenn’s nur das ist, könnt ich es verschmerzen). Ach ja, der Arzt meinte noch, nachdem er mir die MRT-Bilder gezeigt hat: „Siehste die Bandscheibe da unten und den Wirbelkörper?! Das ist etwas unnormal und angeboren. Da kannst du deine Eltern für tadeln.“ War natürlich nur Spaß. Ich denke mal, meine (Daniels, Gunnars und Flos) Eltern (also alle 8 :-D ) haben sehr gute Arbeit geleistet, wenn ich mal untertreiben darf.
Freitag habe ich außerdem versucht, ein halbwegs deutsches dinner zu zaubern. Es gab: gestampfte Kartoffeln mit Knoblauch, Blumenkohl, Schnitzel und Champignons-Sahne-Soße al la Martin. Da wir allerdings kein Paniermehl hatten und auch keins kaufen wollten (da Kühl- und Vorratsschrank eher leer als voll werden sollen) habe ich versucht, zu improvisieren und die Panade aus Cornflakes gemacht. Ich sage mal, für die Umstände ist es mir ganz gut gelungen. Mir hat’s super geschmeckt und auch Marty, Leon und Idwer haben sich nicht beschwert. Damit bin ich ja schon zufrieden ;-)
Und nach 3 Wochen Medikamenten, hab ich mir dann endlich mal wieder ein Bier gegönnt und da muss ich schon sagen: Nach so langer Zeit, schmeckt ein australisches Bier bei den ersten 2-3 Schlucken (oder Schlücken? Oder Schlöcken? Oder Schläcken!!?!?:-D) fast wie deutsches Bier! FAST!!!
Als Leon dann den Geschirrspüler eingeräumt hatte und meinte, wir haben kein Geschirrspülzeugs mehr, kam Marty auf die glorreiche Idee, einfach das Waschpulvergel zu nehmen (wie kann Pulver gleichzeitig Gel sein?!? Oder ist das einfach mein inzwischen relativ eingeschränkter deutscher Wortschatz?!?). Ich kann euch nur sagen: DO NOT TRY THIS AT HOME. Anfangs hatten wir uns nichts gedacht, obwohl ich schon etwas verwundert war, wie lange der Geschirrspüler an war. Aber wirklich gedacht hab ich mir dabei nix. Als ich dann allerdings am nächsten Morgen gegen 11 Uhr aufgestanden bin und das Erste, was Leon sagte „Der Geschirrspüler war immer noch an“ war, war ich schon ein wenig mehr skeptisch. Naja, am Bild könnt ihr ja sehen, was bei rausgekommen ist :-D

ABER: Das Geschirr war blitzeblank und auch für die nächsten Waschgänge brauchen wir kein Reinigungszeug reintun, weil immer noch genug Seife in allen Ritzen ist. Das nenn ich mal ökonomisch :-D Leon hat dann bis 2 Uhr nachts gelernt und ich hab mir ein paar Filme angeschaut und…richtig: Nichts gemacht! Das tut der Seele gut.
Sonnabendvormittag kam dann Marty wieder vorbei, um mit Leon zu lernen (Idwer hatte sich zum Pauken in die Uni verzogen). Marty hatte dieses Mal Ella im Schlepptau, die eigentlich schon in Brisbane sein wollte, aber am Vorabend ihren Flug um 3min verpasst hatte. So haben die beiden gelernt, und ich hatte bis 16Uhr ein wenig Gesellschaft im Nichtstun. Zwischendurch gabs noch für Leon und mich eine Wohnungsbesichtigung bei unserm Gegenübernachbarn, der ohne Zweifel den besten Ausblick auf Launceston hat (siehe Foto). Er hat uns auch angeboten, falls wir jemals wieder nach Tassie kommen, können wir gerne vorbeischauen und bei ihm übernachten. Mal wieder ein Zeichen der australischen Gastfreundschaft. Als Marty Ella zum Flughafen gebracht hat, konnte Leon in Ruhe lernen und ich hab mir die Matratze auf den Balkon geschmissen und es mir gut gehen lassen!
Sonntag war ich bei Ben und Co, habe es mir bei gebackenen Kartoffeln und Kängeruhsteak gut gehen lassen und mit allen meinen ersten „echten australischen“ Film geschaut (@ Kira: The Castle mit Michael Caton). Sehr sehr lustig. Mit Sonnenbaden war es eh nix, da es wie aus Eimern geregnet hat. Der australische Ausdruck dafuer: „it’s raining cats and dogs“. Ich hab zwar keine Tiere vom Himmel fallen sehen, aber ich sage es mal wie Asterix und Obelix: Die spinnen die Australier! :-D
Montag wollte ich eigentlich mal wieder Freunde und Familie per Skype ärgern, aber den Kampf mit dem Wlan hab ich dann doch verloren. Naja, so konnte ich mich ein paar Mails und dem SPORTAKUS widmen und hab mir die interessanten BL-Ergebnisse angeschaut.
Morgen werde ich dann endgültig mein Paket fertig machen und nach Deutschland schicken.
Bevor ich mich aus Tasmanien verabschiede (die nächste Meldung von mir wird’s aus Melbourne geben, wo ich hoffentlich eine bessere Internetverbindung haben werde), noch eine kleine Statistik: Während meiner 4 Monate hier, habe ich 19 (!!!) Postkarten erhalten. Vielen Dank an alle fleißigen Schreiber. Auf dem geteilten 1. Platz sind der Vaddi sowie das Lübecker Duo gelandet. Den letzten Platz auf dem Treppchen belegt Lisa! Natürlich auch an alle anderen mein herzlichster Dank. Die Karten kamen aus 7 verschiedenen Ländern (Deutschland, Polen, Irland, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Schweden). Und die Tatsache, dass weniger als die Hälfte der Karten aus Deutschland kam, zeigt mir, dass nicht nur ich gerne reise. Da schein ich was mit family und Freunden gemeinsam zu haben!! :-D


Cya
Martin


P.S. Diese Bilder beweisen, wie viel Spaß Leon am Lernen hat und wie „anstrengend“ Nichtstun ist! :-D