G'Day everybody,
Nachdem ich Sydney am Donnerstagmorgen verlassen habe, wurde ich von Linda und Aaron gegen Mittag bei 35°C und strahlendem Sonnenschein in Adelaide empfangen – so hatte ich mir das vorgestellt!! :-D Zunächst ging es zum Yachtclub, denn dies war der Grund ihres Aufenthaltes in South Australia: Die nationalen Segelwettkämpfe (mit Urlaub kombiniert). Dort war für mich dann erst mal Boote staunen angesagt, bevor ich meine Sachen in deren Urlaubsunterkunft verstaut und mich an den Strand gelegt habe. Denn genau dafür war ich hergekommen: Sonnenbaden und im Meer plantschen :-D Zum Abendessen war ich mit der jüngeren Segelgeneration (auch einige Leute, mit denen ich schon mit Marty in MB unterwegs war) beim Mexikaner. Danach gab es noch ein paar Bier (meine Alkoholstories habt ihr doch schon vermisst, oder ;-) ). Gegen 1Uhr haben allerdings alle Pubs dichtgemacht und so haben wir uns ein Taxi genommen. Ihr denkt sicherlich, dass meine Geschichte jetzt vorbei ist, aber sie fängt gerade erst an: Eigentlich war mein Plan, mich unspektakulär ins Bett zu legen. Den Haustürschlüssel sollte unterm Blumentopf im Vorgarten finden. Wie ihr erahnen könnt, war er nicht dort. So hab ich geklopft, in der Hoffnung, dass mich irgendjemand hereinlässt – nach 15Minuten hatte mich allerdings nur der Hund gehört und ich hab aufgegeben (am nächsten Morgen meinte einer der Schlafenden: „Ach deswegen hat der Hund auf einmal gebellt“ :-D). Eigentlich hätte ich ja auch anrufen können, aber mein Akku war alle (Murphys Gesetz sag ich da nur) – so konnte ich weder im Haus, noch die Kumpels aus dem Taxi anrufen, das schon längst weg war. Zunächst hab ich es mir auf dem Vorgarten gemütlich gemacht. Es waren bestimmt noch 24°C und das sollte reichen – „große Ansprüche darf ich jetzt nicht haben“, dachte ich mir so. Nach 20min wurde es dann allerdings doch etwas frisch – ich war ja lediglich mit folgenden Gegenständen ausgerüstet: Flipflops, Badehose, Portmonee, Tshirt und Handy mit leerem Akku – das wäre selbst für MacGyver ne Herausforderung gewesen ;-)
So hab ich mich auf den Weg gemacht, ein Taxi ausfindig zu machen, dass mich zu irgendeinem Hotel/Motel/Hostel bringt, das um diese Zeit noch offen hat……gegen 3 Uhr hab ich es mir dann am Strand gemütlich gemacht :-D
Dort konnte ich dann sogar 1 Stunde schlafen, bevor der Sand dann doch zu kühl wurde. Zwischen 4 und 5.15am hab ich erneut vergeblich nach Taxis Ausschau gehalten. Im Endeffekt hab ich mich dann doch mit einer Parkbank zufrieden gegeben, auf jener ich wieder eine gute Stunde schlummern konnte. Dann war auch schon Zeit fürs Frühstück (ich erinnere nur an Roberts Worte in Neuseeland:“Schlafen kann ich auch zuhause“:-D). Frisch gestärkt mit heißer Schokolade und Schokocrossaint ging es erneut an den Strand. Die Sonne schien, es war warm – warum also nicht schwimmen gehen. Es war herrlich im Wasser!!!! Und das mein ich jetzt ernst (wie beim ganzen Rest allerdings auch :-D). Kurz vor 8Uhr hab ich dann nochmal mein Glück am Haus versucht, da ich wusste, dass die Segler kurz nach 8 aufbrechen mussten, um die Boote für die nächste Regatta fertig zu machen. Ich wurde mit einem Lächeln und den Sätzen „The German is back. Did you party all night?“ empfangen. Ich antwortete nur „Almost!“, erzählte kurz meine Geschichte und nach einer Dusche hab ich dann doch etwas Schlaf nachgeholt. Nicht das ihr jetzt denkt „Wo ist der denn untergekommen? Was sind das für Leute?“. Ich kann über die Geschichte genauso lachen, wie alle anderen und es war ne lustige (weil warme) Erfahrung.
Gegen Mittag bin ich dann ein zweites Mal für diesen Tag aufgestanden und habe den Rest des Tages am Strand verbracht: erneut keine Wolke am Himmel, 36°C und erfrischendes Schwimmen gehen – so habe ich mir das doch vorgestellt. Da es der letzte Tag der Meisterschaft war, gab es einen Abschlussabend (wie ich mir im Nachhinein habe sagen lassen, war der aktuelle Weltmeister anwesend (hat auch gewonnen) und sonst 5 der Top 7 und 10 der Top 20 Boote der Welt (in dieser Segelklasse) vertreten). Linda und Robert haben mir noch schnell eine Karte besorgt, und so war ich am Abend mit von der Party – keine Ahnung vom Segeln, aber beim Feiern dabei :-D
Kurzum: leckeres 3-Gänge-Menü, Alkohol und lustige Gespräche – und das Tollste: Ich habe diese Nacht sogar in einem Bett geschlafen :-) Nach Eggs&Bacon am nächsten Morgen stand die „Heim“reise nach MB an. Da das Wetter für die nächsten Tage umschlagen sollte (was es an diesem Morgen schon tat), bin ich mit Linda, Robert und Aaron wieder nach MB gefahren, um herauszufinden, was ich die 2 Wochen bis zu den Australian Open noch mache. 8,5h, 750km, 3 Filme (für Kira: King Kong, Madagascar 1 &2) und 3 rote Ampeln später hieß es dann „Home Sweet Home“.
Die nächsten 2 Tage war dann (weiteres) relaxen, ausschlafen, Wäsche waschen und überlegen, was ich mir von OZ noch so angucken möchte, angesagt. Leider ging es nicht komplett nach WOLLEN, da dafür Konto und Zeitplan eine zu wichtige Rolle spielen, aber ich sage nur so viel: PERTH war das Ziel!!!
Nachdem mich Marty freundlicherweise zum Flughafen gebracht hat, war der Flieger dann mit einstündiger Verspätung (davon 20min auf dem Rollfeld) in den Lüften und in Richtung Sonne, Strand und Meer unterwegs. Aufgrund der dreistündigen Zeitverschiebung kam ich immer noch am Vormittag an der größten und bekanntesten Stadt von Western Australia an. Nach kurzer Orientierung und Zimmer bestaunen (ich habe mir eine Unterkunft nur 2min vom Strand entfernt gegönnt), lag ich auch schon im feinen Sandstrand. Dort habe ich dann den ganzen Dienstag verbracht – natürlich mit genügend Sonnencreme (es waren 35°C und weit und breit keine Wolke am Himmel) und zahlreichen Badeausflügen im Indischen Ozean. Das Wasser war schön warm und so hat es Spaß gemacht, sich von den Wellen zu tragen bzw. durch die Gegend wirbeln zu lassen.
Am Mittwochvormittag habe ich mir die Innenstadt von Perth zu Gemüte geführt. Wie schon erwähnt, war meine Unterkunft direkt am Strand von Scarborough, was allerdings bedeutet, dass es bis in die Innenstadt 40 Busminuten waren. Da ich aber hauptsächlich Sonne tanken und relaxen wollte, habe ich das gerne auf mich genommen. Mit den Reisetipps von Nicole ausgerüstet (vielen lieben Dank nochmal!!!) verlief mein Vormittag dann folgendermaßen: einstündiger Abstecher in die „Art Gallery of Western Australia“, Bestaunen des Bell Towers und auf in den Kings Park – eines, wenn nicht DAS, Wahrzeichen der Stadt. Nach ein paar Schnappschüssen mit Blick auf die Stadt habe ich es mir dann im Schatten gemütlich gemacht, mein Mittag, eine Zeitschrift und einfach den Augenblick – im Sommer in Perth, Australien, zu sein und im botanischen Garten entspannen zu können – genossen. Zumal es am anderen Ende des Kontinents seit ein paar Wochen gar nicht so gut aussieht. Einer der Holländer hat seinen Flug nach Brisbane für diese Zeit schon lange gebucht und ich hoffe, dass er sich weit weg von Queensland befindet. Hoffentlich werden die schlimmsten Erwartungen (das es das schlimmste Hochwasser in der Geschichte von QLD wird, nicht bestätigt.
Nichtsdestotrotz habe ich die letzten Stunden des Nachmittags dann erneut am Strand und im Wasser verbracht. Sicherlich hätte ich noch einiges mehr im Kings Park sehen können, aber die Temperaturen und der Wunsch nach einer Abkühlung waren dann doch größer :-D
Da ich so weit außerhalb des Zentrums wohne und die Busse hier ungefähr so lange fahren wir in Eberswalde, hab ich das Ausgehen abends mal seien lassen. Zumal es allein eh nicht so der Knaller ist.
An meinem letzten Tag in Perth (Freitag ging es schon wieder in den Flieger, aber dazu später mehr), habe ich mich – auf Anraten von Nicole und Marty – nach Fremantle begeben, einer kleinen Stadt südlich von Perth. Nach halbstündiger Busfahrt war ich in der Kleinstadt angekommen und nach kurzer Orientierungsphase habe ich mich für eine Tour im Fremantle Prison – dem ehemals größten Gefängnis von Western Australia – entschieden. Nach den sehr interessanten Eindrücken wollte ich dann aber doch zum Strand – auch wenn es „nur“ 33°C waren. Weiter ging meine Tour zum Hafen der Stadt und nach mittäglicher Stärkung dann nach nur viereinhalb Stunden wieder nach Scarborough. Es war ein windiger Tag und so wollte ich noch die Brandung am Strand vor der Haustür mitnehmen. Gesagt, getan. Es war herrlich!!! Der Wellengang war noch stärker als vor ein paar Wochen in Dunedin, die Wellen waren teilweise bestimmt höher als 2m und das Tollste: Das Wasser hatte ca. 23°C (und nicht 12°C wie in Dunedin :-D). Gegen Abend hat das Wetter dann leider wieder umgeschlagen, sodass kein Abendbrot am Wasser stattfinden konnte, wie ich es geplant hatte. Dennoch war es ein Spaß, den ganzen Wind- und Kitesurfern zuzuschauen. Nach meinen ganzen Wasserspielereien ist der kleine Martin dann auch todmüde ins Bett gefallen :-D
Ganz so schlimm war es für mich dann allerdings doch nicht, dass das Wetter schlechter wurde (nur noch 25°C statt 37°C), da ich mich ja wieder in den Flieger gesetzt habe. Ich verrate erst mal nur so viel: Der Wetterbericht versprach 33°C und die Flugzeit betrug knapp unter 3h! Naaaa….. wer kommt drauf? Zu gewinnen ist eine Postkarte aus Dubai ;-) Einsendeschluss ist …… bevor mein nächster Eintrag online geht ;-)
Gehabt euch wohl,
Martin
@Kira: Wieso zählt das nicht!?! Was ich aus dem Buch alles schon gemacht hab, erzähl ich dir Anfang Februar, wenn ich dir mal in Mainz auf die Nerven gehe. Ist das n Deal?!? Von HIMYM hab ich bloß die 1., 4. und 5. staffel. aber da mach dir mal keinen kopf. dann lieber noch ein wenig gaslight anthem. hab nur 'the '59 sound' und ich will ALLES ANDERE :-D
Alice Springs.
AntwortenLöschenNa Schnurzel wir Insider wissen doch das du im roten Zentrum Australiens bist, auf einer 5-tägigen Uluru & Surrounding Tour. So die Karte habe ich mir verdient! Viel Spaß, mate. Bisous, bisous.
AntwortenLöschenmein lieber, du weißt doch genau warum das nicht zählt! das kann doch jeder! =P aber ich bin sehr beeindruckt, dass du am strand und auf einer bank geschlafen hast!
AntwortenLöschenkennst du eigtl das outback steakhouse?? gibts das auch in australien? ich war da ma n paar mal in den usa. my favorite on the menu: alice springs chicken! it was legendary! they also served this amazing rye bread! it was to die for!
gaslight anthem habe ich in die box gedroppt. have fun and don't party too hard! die kommen im juni übrigens nochma für zwei konzerte nach dtl!! sehr sehenswert!
und was dieses eine jump-foto von dir angeht: why do you have that stern look on your face? it's funny!
& hey, one more thing, in case it didn't come across earlier: i'm very happy for you & proud that you've gone on that big & exciting journey! ^.~
Ich will auch nach die Australan Open hin.
AntwortenLöschenNeidisch bin ich aber gar nicht.
Neeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiin, woher auch...
Liebste Grüße kleiner
Daniel